Programmierte Interaktivität vs. echte Interaktivität

Interaktivität ist – und wahrscheinlich wird er es auch bleiben – ein schwammiger Begriff. Einer der großen Hype-Wörter des IT-Zeitalters und wohl durch Web 2.0 zusätzlich noch gepusht. Mit dem Begriff Interaktivität bezeichnet man landläufig und im umgangssprachlichen Bereich im Internet

  • reagierende Objekte einer Webseite nach Nutzeraktion
  • bewegbare Objekte durch Nutzeraktion
  • animierte und multimediale Objekte ohne Nutzeraktion (sehr fragwürdige Ansicht)

Unabhängig von weiteren Definitionen für Interaktivität, dem Unterschied zur Interaktion führt Stephanie Mohr die Unterscheidung von programmierter und echter Interaktivität an, die obige schwammige Ansichten von echter Interaktivität ausgrenzen.

Als programmierte Interaktivität wird dort jede festverdrahtete Reaktion eines Objektes gesehen. Diese Ansicht geht so weit, dass sogar Adaptive Webseiten als nicht „echt interaktiv“ gesehen werden müssen.

Um dies besser zu verstehen definiert Stephanie Mohr Echte Interaktivität dadurch, dass der Nutzer Einflussmöglichkeiten und kreativen Spielraum besitzen muss.

Diese Sichtweise fließt in die Social Networks von Web 2.0. Jede Kommunikationsform im Internet, bei der Menschen in Kontakt stehen, können echte Interaktivitätsformen angenommen werden – jedoch nicht zwingend.

Beispiele für echte Interaktivität liefern nach Mohr Intelligente Adaptive Websites oder auch die Kommunikation mit einem Chatbot.

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