Interaktivität – Dimensionen und Levels

Ich nehme die folgenden Informationen aus dem Artikelbaum von http://www.lrz-muenchen.de/~piiseminar/0712index.htm.

Eine Definition, was Interaktivität tatsächlich ist, scheint nicht eindeutig vorhanden zu sein. Doch nähern wir uns dahingehend an die Begrifflichkeit, indem wir die Auswüchse (oder die Intensität) der Interaktivität beleuchten.

Nach einer Arbeit von Carrie Heeter (1989) existieren sechs Dimensionen von Interaktivität:

  1. Komplexität der Wahlmöglichkeiten
  2. Aufzuwendende Mühe des Benutzers
  3. Rückmeldeintensität zum Benutzer
  4. Aufzeichnung von Informations-Nutzen
  5. Höhe der Schwelle beim Hinzufügen von Informationen
  6. Erleichterung der interpersonellen Kommunikation

Eine weitere Theorie beschäftigt sich mit Interaktivitäts-Leveln. Demnach untergliedert man vorerst die (IT-)Interaktivität in die zwei Bereiche Mensch-Rechner-Kommunikation und rechnergestützte Mensch-Mensch-Kommunikation.

Folgende Level-Kategorisierung schlägt oben genannte Quelle vor:

  • Keine Interaktion
    • Level 0 – Rechner an- und ausschalten
    • Level 1 – Passives Lesen, Anhören oder Ansehen der Websites
  • Mensch-Rechner-Kommunikation
    • Level 2 – Navigationsmöglichkeit; bewusster Informationszugriff
    • Level 3 – Multiple-Choices; Eingriff in bestehenden Anbieter-Informationsfluss
    • Level 4 – Eingriff in die Inhalte, intelligente adaptive Websites, Inhalterstellung, Agents, Chatterbots etc. (Das Ziel von Interaktivität bei invidéa.)
  • Rechnergestützte Mensch-Mensch-Kommunikation
    • Level 5 – Direkte Kommunikation, Feedback, Chat, Eingreifen und Erstellen von Inhalten

invidéa strebt damit eine Mischung von Level 4 und Level 5 an. Offene Frage: Inwieweit erreicht nicht bereits heute eine typische Web-2.0-Anwendung im Internet diese beiden Level?

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